Herz in Gefahr

Herz-Bedrohungen erkennen und vorbeugen

Das Herz richtig schützen

Warnsignale ernst nehmen und (be)handeln

(djd). Wir wollen unser Herz schützen – und doch denken wir im Alltag selten daran, weil unser zentrales Organ im Idealfall im Stillen funktioniert. Fatal daran ist: Gefahren wie hoher Blutdruck, Stress oder Diabetes können dem Herzen erheblich schaden und es krank machen, ohne dass wir davon etwas spüren. Ein beunruhigender Gedanke, der viele Fragen aufwirft: Woran kann man rechtzeitig erkennen, dass das Herz in Gefahr ist? Auf welche Weise lassen sich Risiken vorbeugen, die man über lange Zeit gar nicht bemerkt? Diese und viele weitere Fragen wurden bei der großen Ratgeberaktion an erfahrene Gesundheitsexperten gestellt.

Am Telefon und im Chat saßen:

Die drei Experten
Die drei Experten

 

  • Dr. med. Dirk Wiechert, Allgemeinmediziner mit Privatarztpraxis in Bremen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die ursachenorientierte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. Er ist erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Oxyvenierungstherapie e.V. und Mitglied im medizinischen Beirat mehrerer Fachgesellschaften.
  • Prof. Dr. med. Klaus Kisters, Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie, Klinische Geriatrie, Hypertensiologie, Intensiv- und Labormedizin, Chefarzt am St. Anna-Hospital in Herne, Uni-Professor in Münster und Leiter eines durch die Europäische Hypertonie Gesellschaft (ESH) zertifizierten Blutdruckzentrums.
  • Dr. med. Rainer Matejka, Facharzt für Allgemeinmedizin / Naturheilverfahren, Experte für biologische Medizin (Univ. Mailand) und medizinischer Leiter der Matejka Tagesklinik in Kassel.

 

Still und oft unbemerkt gerät unser Herz in Gefahr. Um Risiken früh zu erkennen, empfiehlt Dr. Rainer Matejka die regelmäßige Selbstmessung des Blutdrucks sowie einmal jährlich eine Untersuchung beim Arzt mit EKG (Elektrokardiogramm) und Bestimmung der Risikofaktoren. „Dazu gehören Blutzucker, Blutfette, Harnsäure, wenn möglich auch Vitamin D und Homocystein, ein giftiges Abfallprodukt des Eiweißstoffwechsels“, so Matejka.

Die wichtige Rolle von Magnesium

Für Patienten, die durch Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck ein erhöhtes Risiko tragen, am Herzen zu erkranken, kann es nach Meinung der Experten sinnvoll sein, zusätzlich zu ihren Medikamenten Magnesium zu nehmen. Professor Kisters: „Große Studien haben gezeigt, dass die Ergänzung von Magnesium sowohl den diabetischen Stoffwechsel als auch die Bluthochdruckeinstellung verbessern kann.“ Dazu eignen sich hochwertige organische Magnesium-Verbindungen wie das Magnesium-Orotat (rezeptfrei in Apotheken erhältlich). Darin ist Orotsäure (Orotat) enthalten – eine vitaminähnliche Substanz, die den Energiestoffwechsel verbessern und die Wirkung des Magnesiums unterstützen kann.

Erhöhte Werte kontrollieren lassen

Doch auch Menschen, die nur leicht erhöhte Blutzucker- oder Blutfett-Werte haben, sollten diese nicht verharmlosen, sondern sie laut Professor Kisters regelmäßig kontrollieren lassen. „Häufig liegt eine komplexe Stoffwechselstörung vor, das so genannte ,Metabolische Syndrom‘“, so Kisters. „Dabei treten mehrere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gleichzeitig auf, wie z.B. Störungen des Zucker- und Fettstoffwechsels, Bluthochdruck und bauchbetontes Übergewicht.“ Um die Stoffwechselstörungen positiv zu beeinflussen, gilt es, Übergewicht zu vermeiden und auf einen gesunden Lebensstil mit einer bewussten Ernährung sowie regelmäßiger Bewegung zu achten. Dr. Wiechert weist darauf hin, dass die sportliche Betätigung der körperlichen Verfassung angepasst werden und vorher eine Untersuchung beim Arzt erfolgen sollte. Zudem rät der Mediziner, den Alkoholkonsum zu reduzieren: „Denn wer regelmäßig Alkohol trinkt, riskiert eine Stoffwechselverschlechterung.“

INFOKASTEN

Weitere Informationsquellen für Interessierte:

Auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kann man sich über die Erforschung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen informieren: gesundheitsforschung-bmbf.de, Unterpunkt „Krankheiten erforschen“, Unterpunkt „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“.

Vorbericht: Fragen stellen schon vorher möglich

(djd). Unser Herz tut seinen Dienst, wir spüren es kaum. So scheint ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall oft aus heiterem Himmel zu kommen, auch jüngere Menschen sind immer häufiger davon betroffen: Der Berliner Radiomoderator Sebastian Radke starb mitten in einer Livesendung an einem Herzinfarkt, er wurde nur 40 Jahre alt. Still und leise gerät das Herz in Gefahr – bis sich schließlich eine massive Verengung der Herzkranzgefäße bemerkbar macht. Zu den typischen Beschwerden zählen: Gefühl von Enge in der Brust, Schmerzen im Brustraum, Atemnot und ausstrahlende Schmerzen, z.B. in Bauch, Rücken, linken Arm oder Unterkiefer.

Foto djd Wörwag
Foto djd Wörwag

Oft treten diese Symptome auf, wenn wir uns anstrengen, manchmal schon beim Treppensteigen. Die häufigsten Gründe sind Diabetes, Übergewicht, Bluthochdruck und Stress. „Vor allem der Bluthochdruck bleibt oft über Jahre unbemerkt, bis schwere Herz-Kreislauferkrankungen auftreten“, sagt Professor Dr. med. Klaus Kisters aus Herne, der zu den Experten der großen Ratgeberaktion gehört. Laut dem Robert Koch-Institut ist jeder dritte Deutsche ab dem 45. Lebensjahr von Bluthochdruck betroffen.

Risikofaktor Blutzucker

Eine ebenso stumme und tückische Gefahr für Herz und Blutgefäße ist ein zu hoher Blutzuckerspiegel. Insbesondere der häufige Typ 2-Diabetes verursacht lange Zeit keine Beschwerden und wird daher meist sehr spät erkannt. In dieser Zeit kann der erhöhte Blutzucker aber bereits Blutgefäße und Nerven schädigen. „Dadurch wird das Herz anfälliger für Rhythmusstörungen und für Durchblutungsprobleme in den Herz-Kranzgefäßen“, erklärt Dr. med. Dirk Wiechert aus Bremen. „So steigt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen auf das Zwei- bis Vierfache an, bei Frauen sogar auf das Sechsfache.“ Das zeigen auch aktuelle Zahlen der Deutschen Diabetes Hilfe.

Ursachen sinnvoll bekämpfen

Weil sich viele Menschen noch gut fühlen, während ihr Herz schon heimlich höchsten Alarm schlägt, ist es wichtig, den Blutdruck ebenso wie den Blutzucker und die Blutfette regelmäßig beim Arzt kontrollieren zu lassen. So werden erhöhte Werte früh erkannt und angemessen behandelt. Wirksamer als jede Arznei ist dabei die Bekämpfung der Ursachen. Dr. med. Rainer Matejka: „Mit regelmäßiger Bewegung und ,herzgesunder’ Ernährung kann man sein Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wirksam reduzieren. Wenig Alkohol und der Verzicht auf Zigaretten tun ein Übriges.“ Auch eine ausreichende Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium ist von großer Bedeutung, da ein Magnesium-Mangel Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich fördert. Um eine Unterversorgung auszugleichen, eignen sich insbesondere organische Magnesium-Verbindungen aus der Apotheke wie z.B. das Magnesiumorotat. Hier ist der Mineralstoff an die vitaminähnliche Substanz Orotat (Orotsäure) gebunden, die die Wirkung des Magnesiums unterstützt. Stress ist ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für das Herz. Er kann nicht nur durch Termin- und Leistungsdruck, sondern auch durch Depressionen, Angst und Einsamkeit ausgelöst werden.

Rat und Tipps zum Lebensstil

Wie können wir stille Herzgefahren möglichst früh erkennen? Auf welche Weise lässt sich vorbeugen? Wie werden unser Lebensstil und unsere Ernährung „herzgesund“ – und welche Rolle spielt dabei eine ausreichende Versorgung mit Magnesium? Diese und viele weitere Anliegen rund um das Thema „Stille Herzgefahren“ sind wichtige Themen bei der großen Ratgeberaktion mit erfahrenen Gesundheitsexperten am 24. September 2014 von 10 bis 16 Uhr.